Sporthallen und Sportplätze
Große Spannweiten. Schnelle Montage. Nachhaltige Lösung.
Moderne Sporthallen und Sportplätze werden immer häufiger mit Holzkonstruktionen (BSH, LVL, Baubuche) und Hybridkonstruktionen (Kombination aus Holz und Stahl) in Verbindung mit Lösungen aus der Textilarchitektur gebaut. Dieser Ansatz bietet ein optimales Gleichgewicht zwischen Nachhaltigkeit, funktionaler Flexibilität, schneller Umsetzung und hohem architektonischem Wert.
Die Kombination aus Massivholz und hochfesten Membranüberzügen ermöglicht die Schaffung großer, heller und offener Sporträume, die den modernen Anforderungen an Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz entsprechen.
Wie funktioniert das Konstruktionssystem?
Bei dieser Art von Projekten besteht die tragende Konstruktion aus Brettschichtholz (BSH/GLT, LVL) oder Buchenfurnier (Baubuche). In Bereichen mit erhöhten Belastungen und bei Bedarf zur Überbrückung großer Entfernungen kann die Konstruktion mit Stahlelementen verstärkt werden, wodurch ein Hybridsystem entsteht.
Die Dachdeckung kann aus hochfesten, halbtransparenten oder transparenten Membranen bestehen, die für die Textilarchitektur charakteristisch sind. Sie können das gesamte Gebäude bedecken oder als einfahrbare Dächer für Sportplätze und -anlagen dienen.
Vorteile der Bauweise:
Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanz
Holz bindet und speichert Kohlendioxid, und durch den Einsatz von Hybridkonstruktionen kann der Verbrauch energieintensiver Materialien wie Beton um bis zu 50 % reduziert werden.
Große Spannweiten ohne Stützen
Die Kombination aus Holz und Stahl ermöglicht die Schaffung großer, freier Räume ohne Innenstützen – ein entscheidender Faktor für Sportarten wie Basketball, Tennis, Padel und Fußball.
Natürliches Licht und angenehme Atmosphäre
Transparente und durchscheinende Textilmembranen lassen Tageslicht tief in die Halle eindringen, reduzieren den Bedarf an künstlicher Beleuchtung und schaffen eine angenehme Umgebung für Sport und Aktivität.
Schnelle und effiziente Montage
Der hohe Vorfertigungsgrad der Holz- und Stahlkomponenten verkürzt die Bauzeit vor Ort im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.
Langlebigkeit und Zuverlässigkeit
Moderne Membranen sind beständig gegen UV-Strahlung, Witterungseinflüsse, starken Wind und erhebliche Schneelasten.
Angenehmes Raumklima und Akustik
Holz reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit und verbessert die akustischen Eigenschaften in großen Hallen, was den Komfort für Sportler und Zuschauer erhöht.
Anwendungen:
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Offene Sportplätze
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Überdachte Sportplätze und Spielplätze, die Schutz vor Regen und Sonne bieten und gleichzeitig dank fehlender geschlossener Fassaden für natürliche Belüftung sorgen.
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Multifunktionale Sporthallen
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Dauerhaft geschlossene Gebäude für Schul-, Vereins- und Profisport mit hohen architektonischen und betrieblichen Anforderungen.
Textile Architektur und Membrandächer
Die Textilarchitektur ermöglicht die Schaffung von Räumen mit einem Gefühl von Leichtigkeit und Transparenz durch die Verwendung moderner, vollständig recycelbarer Materialien. Membrandachsysteme verleihen Gebäuden fließende, ätherische Formen und sind ein charakteristisches Element der modernen Architektur.
Die feine Silhouette von Holz- oder Hybridkonstruktionen in Kombination mit der Eleganz von Textilmembranen bietet vielfältige Möglichkeiten für architektonische und konstruktive Lösungen. Es handelt sich um eine Architektur, die auf Licht und Leichtigkeit basiert und den Raum betont und bereichert. Die Transparenz der Membranen harmoniert mit Licht und Schatten und schafft eine einzigartige Atmosphäre.
Warum ist Glulam (GLT) ein bevorzugtes Material für Sportanlagen?
- Beständigkeit gegen aggressive Umgebungen – Holz korrodiert nicht und eignet sich daher für Schwimmbäder und hohe Luftfeuchtigkeit.
- Große Spannweiten – stützenfreie Räume mit Spannweiten von 40–50 m und mehr.
- Brandschutz – oberflächliche Verkohlung und längerer Erhalt der Tragfähigkeit im Vergleich zu ungeschütztem Stahl.
- Ökologischer Fußabdruck – ein nachwachsender Rohstoff mit geringem/negativem CO₂-Fußabdruck.
- Ästhetik und Komfort – bessere Akustik und eine „warme“ Atmosphäre.
Vorteile der textilen Membranarchitektur
Textile Überdachungen aus PVC, PTFE oder ETFE sind eine Alternative zu klassischen Dachsystemen:
- Natürliches Licht – reduzierte Kosten für Beleuchtung.
- Geringes Gewicht und schnelle Montage – leichtere Tragkonstruktion und kürzere Bauzeiten.
- Flexibles Design – gebogene und außergewöhnliche Formen.
- Ganzjähriger Schutz – Abdichtung sowie Schutz vor Schnee, Wind und UV-Strahlung.
- Energieeffizienz – zweischichtige Systeme mit Luftpolster verbessern die Wärmedämmung.
Eigenschaften und Merkmale textiler Membranen
Typische technische Kennwerte:
- Dicke: 1–2 mm
- Gewicht: 700–1500 g/m²
- Zugfestigkeit: 300–800 daN/5 cm
- Lichtdurchlässigkeit: 5–30%
- Farben: weiß oder nach Wahl
- Schutzbeschichtung: Fluorpolymer-Lack
Garantiezeit: 25–30 Jahre
Materialien im Membranbau
Verwendet werden Membranen aus PVC/PES, PTFE, ETFE oder Silikonbeschichtungen auf Polyester- oder Glasfasergeweben. Die Materialien werden durch Schweißen, Nähen oder spezialisierte Klebesysteme verbunden. Die wichtigsten Auswahlkriterien sind Feuerbeständigkeit, Zugfestigkeit, Lichtdurchlässigkeit und Beständigkeit gegenüber klimatischen Belastungen.
Der Membranbau ist ein hochspezialisierter Planungsprozess, der bei komplexen und innovativen Sportanlagen angewendet wird. Die kontinuierliche Kommunikation zwischen Planern, Ingenieuren, Herstellern und Investoren ist entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung.













